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Königsberg, die Krönungsstadt der preußischen Könige, gehört seit dem Ende des 2. Weltkrieges zu Rußland. Einst war sie das blühende kulturelle und wirtschaftliche Zentrum Ostpreußens. Auch im heutigen Kaliningrad findet der aufmerksame Besucher einzelne gepflegte Zeugnisse der deu-tschen Vergangenheit: Den im Wiederaufbau begriffenen Dom und das Grab Immanuel Kants, Schloßteich und Stadthalle, Theater und ausgedehnte alte Wohnviertel mit ihren Kirchen, den Zoo und die alten Festungsanlagen. Den historisch Interessierten informiert das "Handbuch der historischen Stätten" und die in Kaliningrad redigierte deutschsprachige Zeitung "Königsberger Express". Viele Kaliningrader vermissen bis heute eine hoffnungsvolle, politische Perspektive.

Das Samland mit Sandstränden und Felswänden gehört zu den markantesten Küsten der Ostsee. Rauschen/ Svetlogorsk, die traditionelle Königsberger Sommerfrische im Grünen, hat seine Atmosphäre einigermaßen bewahren können. Spazierwege und Gaststätten laden ein und Straßenhändler bieten hier wie in Königsberg Interessantes für deutsche Besucher.

Ortskundige und oft erstaunlich gut informierte Taxifahrer stehen bereit, deutsche Gäste in die weite Landschaft zu begleiten - auf alten Alleen zu ostpreußischen Städtchen wie Tapiau, Insterburg, Tilsit und Labiau. (Wir reservieren gerne ein zuverlässiges"Taxi" für Sie!) - Einige Orte, wie Fischhausen oder Wehlau, sind fast vom Erdboden verschwunden. Auch abseits der Städte gibt es viel zu entdecken: Das Gestüt bei Insterburg, ein Neubeginn der Trakehnerzucht in Trakehnen selbst, die Flußlandschaft bei Gilge, den ersten deutschen Soldatenfriedhof bei Germau nahe der Samlandküste, die Reste der Ordensburg Schaaken.

Die "Poststraße" entlang der Kurischen Nehrung verbindet heute wie damals Memel mit Königs-berg. Der Verkehr hat zugenommen und so kommt es am Grenzübergang bei Nidden (wie auch an der Grenze bei Tilsit) oft zu langen Wartezeiten.

Die Bernsteinbaggerei in Palmnicken/Jantarny und die Vogelwarte in Rossitten/Rybatschij ziehen viele Besucher an. Die Mitarbeiter der Vogelwarte informieren ihre Besucher über Vergangenheit und Gegenwart ihrer Forschungsarbeit. Wer hier länger verweilen möchte, findet sowohl in Rossitten wie auch in Sarkau/Lesnoje, Pensionen bzw. Hotels.

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